Streaming Dienste - was auf uns zukommt

Streaming Dienste - was auf uns zukommtMit Netflix, Amazon Prime und Maxdome gibt es auf dem deutschen Markt bereits drei große Anbieter für Filme und Serien, die von den Kunden gut angenommen worden sind. Inzwischen findet sich Netflix in den meisten Wohnzimmer und die Verbindung aus schneller und kostenloser Lieferung sowie Fernsehen von Amazon gilt als sehr beliebt. Während der Markt für Streaming in Deutschland seine blüte erlebt, gibt es allerdings einen großen Umbruch auf dem Markt. Spätestens mit der Einführung von Disney+, dem eigenen Streamingdienst für Disney-Produkte, wird es deutlich schwerer, die liebsten Filme und Serien an einem Ort zu sehen. Wie sieht die Zukunft für den Markt in Deutschland aus?Streaming Dienstleister teilen sich immer weiter aufSpätestens mit der Einführung von Disney Plus ist klar, was sich bereits seit dem letzten Jahr abzeichnet: Künftig werden Kunden immer mehr Dienste abonnieren müssen, wenn sie jede Serie und jeden Film sehen wollen. Damit wird einer der Erfolgsfaktoren für das Streaming wieder revidiert.

Es war einer der Vorteile, dass man bei den großen Anbietern eine große Auswahl zu einem kleinen Preis hatte. Wenn nun neben Disney auch noch HBO und Warner Brothers eigene Dienste einführen, werden die Lizenzen bei Amazon und bei Netflix erlöschen. Wer die Blockbuster der bekannten Anbieter sehen möchte, wird sich für die Streaming-Dienste der entsprechenden Studios registrieren müssen. Das ist nicht nur umständlich, es wird natürlich auch aufs Geld gehen.Es bleibt abzuwarten, ob sich die Dienstleister in den nächsten Monaten einigen können. Bereits jetzt zeigen Umfragen, dass die Bereitschaft, sich für mehr als zwei Dienste anzumelden, sehr gering ist. Damit könnten die Filmstudios auch einen wichtigen Fortschritt zerstören, der sich mit den legalen Anbietern etabliert hat.

So ist das illegale Streaming in Deutschland, Europa und der Welt deutlich zurückgegangen, seitdem Netflix und die anderen Dienste aufgetaucht sind. Für einen geringen Preis erhielt man eine gute Auswahl an Filmen und Serien. Diese Vorteile werden durch die Aufsplitterung wieder ins Gegenteil verschoben. Gleichzeitig tauchen immer neue und zum verwechseln ähnliche Dienstleister aus dem illegalen Bereich in deutscher Sprache aus.Nicht-offizielles Streaming ist und bleibt illegalEin Problem ist, dass die Portale für illegales Streaming in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen haben. Heute sehen sie fast so aus, wie die offiziellen Anbieter und haben ihren Anschein von Schwarzmarkt längst verloren. Es braucht oft einen Blick in das Impressum - sofern es denn überhaupt vorhanden ist - damit man bemerkt, dass es sich hier nicht einfach um einen kostenlosen Anbieter mit einem guten Angebot handelt.

Für Verbraucher ist das ein Problem. Die Gesetze gegen illegales Streaming wurden in den letzten Jahren weiter verschärft und heute drohen hohe Geldstrafen, wenn man einen solchen Anbieter nutzt. Und das in einer Zeit, in der die Angebote auf dem offiziellen Markt immer komplizierter werden.Bereits jetzt prophezeien Experten, dass die Firmen mit ihrer Aufteilung des Marktes den noch frischen Boom des legalen Streamings wieder zerstören können. Es bleibt also abzuwarten, ob sich die Dienstleister annähern können, wenn sie bemerken, dass sie auf diese Weise den Markt verkleinern.